Im Morgengrauen des 13. Oktobers 1307 begann der Niedergang der geheimnisumwitterten Tempelritter. In einer groß angelegten Aktion sollten alle Mitglieder des heiligen Ordens verhaftet werden. Die persönlichen Machtinteressen des französischen Königs Philipp IV. und Papst Clemens V. führten zu einem absurden Prozess, der sich jahrelang hinzog. Morten Delapore hatte sich ausgiebig mit dem Schicksal der christlichen Streiter beschäftigt – und wir können nicht ausschließen, dass er dabei auf ein erschreckendes Geheimnis stieß …

Der Orden der Tempelritter wurde 1120 in Jerusalem gegründet und war damit der erste geistliche Ritterorden, der die Kreuzfahrer im Heiligen Land und die befreite Heilige Stadt beschützen sollte. Sie waren die “gesegnete Exekutive” der neu erstarkten Kirche, die innenpolitische Schwierigkeiten des Abendlandes in einem Krieg gegen die Ungläubigen kanalisierte. Um die Macht der Christenheit im Morgenland zu sichern, wurde der Orden mit einer Reihe von Sonderrechten und sogar einer Steuerbefreiung ausgestattet. Durch umfangreiche Schenkungen konnten sich die Templer schnell ein dichtes Netzwerk an Stützpunkten aufbauen und von diesen aus massive Geldmittel erwirtschaften.

Um die “Armen Kampfgefährten Christi und des salomonischen Tempels”, so der offizielle Name, im Zaum zu halten, mussten die Ritter selbst Gelübde des Gehorsams, der Keuschheit und der Armut ablegen. Ihr Alltag wurde durch eine Reihe strenger Regeln geordnet, die Gottesdienste und Stundengebete umfasste. Dennoch gerieten die Templer immer wieder mit anderen Ritterorden in Konflikt und galten nicht selten als überheblich. Schon früh tauchten Gerüchte über seltsame Aufnahmerituale und Gebetspraktiken auf – die schließlich bei den Prozessen als Beweise für das ketzerische Treiben des Ordens vorgebracht wurden. Der gewaltige Schatz der Tempelritter konnte aber niemals gefunden werden. Angeblich wurde dieser direkt nach der Verhaftung der meisten Templer versteckt und sorgt noch heute für eine Vielzahl mehr oder weniger glaubhafter Spekulationen.

Morten Delapore richtete sein Augenmerk jedoch auf die Zeit nach der offiziellen Auflösung des Ordens am 23. März 1312 durch Papst Clemens V. Warum wurden alleine im Mai 1310 in Paris 54 Templer grausam bei lebendigem Leibe verbrannt? Warum widersprach sich Großmeister Jaques de Molay immer wieder selbst und widerrief seine eigenen Aussagen? Und was hatte es mit der Anbetung dunkler Gottheiten auf sich? Tatsächlich aber fand der erfolgreiche Gründer der Motel-Escape-Kette Spuren, die auf ein Fortbestehen des Ordens im Untergrund hinweisen, auf eine verschwörerische Gemeinschaft, die im Geheimen die Fäden dieser Welt in Händen hält.

Mehr erfahrt Ihr im Georgia Convent.