Im Nachlass Morten Delapores fanden wir eine Reihe beängstigender Zeitungsartikel und Berichte. Einer von ihnen datiert auf Sonntag, den 07. August 1927 und entstammt einer ganzen Reihe von blutrünstigen wie ominösen Morden in der Nähe des El Dorado Lakes unweit des Städtchens Wichita.

Mehr als nur Mord

Laverne McCutchen war ein attraktives junges Mädchen, beliebt bei Lehrern, Schülern und Nachbarn. Mit ihren 17 Jahren gehörte sie schon zu den ersten weiblichen Cheerleadern der Region. Doch jemand wollte ihren Tod.

Bereits am gestrigen Abend fanden Spaziergänger im Süden des El Dorado Lakes einen schauerlichen Tatort vor. Auf der Wiese lag ein fast vollkommen von Fleisch und Gewebe befreites menschliches Skelett. ‚Das Gras war rot vom Blut. Überall war Blut‘, erinnert sich das junge Paar, das den Ort des Verbrechens fand. ‚Wir waren abseits der Wege unterwegs, um etwas für uns zu sein. Mir wird immer noch ganz anders bei dem Gedanken, dass der Mörder uns beobachtet haben könnte‘, verrät Earl Flatt, der nach dem Fund noch immer unter Schock steht.

Die hinzugezogene Polizei geht davon aus, dass das Pärchen den oder die Straftäter auf frischer Tat ertappte. ‚Wir fanden im Unterholz eine schrecklich zugerichtete Leiche und eine Menge Tatwerkzeuge, die zum Sägen und Schneiden benutzt wurden‘, kommentiert Inspektor Zibart die Ermittlungen. Offensichtlich hatte der Täter vor, die Leichenteile zu verbrennen, denn die Beamten fanden in der Nähe Benzinkanister und einen Haufen Brennholz. Auch die Kleidung des Opfers wurde in der Nähe des Blutplatzes gefunden, weshalb das Gerippe als Laverne McCutchen identifiziert werden konnte. Von dem oder den Mördern fehlt jedoch noch jede Spur.“