Die lokale und überregionale Presse und später auch andere Institutionen mutmaßten immer wieder, dass im Burwash Correctional Center Experimente an Gefangenen durchgeführt wurden – teils mit, teils aber auch ohne deren Einverständnis. Die Probanden bekamen am 07. Juli 1939 einen neuartigen Stoff verabreicht. Die Nebenwirkungen dieses als Ascendium betitelten Serums waren aber alles andere als wünschenswert und so verwandelten sich die menschlichen Versuchskaninchen binnen weniger Tage in aggressive, mordlüsterne Killer. Da nicht mit dermaßen extremen Reaktionen zu rechnen war, entkamen mehr als 20 infizierte Teilnehmer nur wenige Tage nach der Verabreichung. Ihre Route führte nördlich am Highway 69 entlang, wo sie nachts die Außenbezirke von Sudbury erreichten. Von dem Zwischenfall ist nur wenig bekannt. Offiziell sollte es sich um einen Angriff tollwütiger Wölfe gehandelt haben, tatsächlich wurden aber mehr als 50 Menschen der ländlichen Region von den zombieartigen Angreifern getötet oder so schwer verletzt, dass sie ihren Verletzungen erlagen. Der Verdacht liegt jedoch nahe, dass sich der Kampfstoff über den Biss, Speichel, Blut oder andere Körperflüssigkeiten auf andere übertragen und diese ebenfalls infizieren konnte. Aus diesem Grund ließ das Militär sämtliche potentiell Infizierte von der Bildfläche verschwinden. Alle geflohenen Probanden und Insassen wurden im Lauf der nächsten Tage festgesetzt und zurück in die Einrichtung gebracht.

Der leitende Diensthabende der polizeilichen Einsatzkräfte, Chief Superintendent Owen Buttle, der seither zu all den Vorfällen in jener Nacht geschwiegen hatte, beging nur drei Monate nach dem Zwischenfall Selbstmord. Zwei weitere polizeiliche Mitarbeiter und ein Dutzend Augenzeugen verschwanden auf mysteriöse Weise …

Der Vorfall wurde großflächig vertuscht, die Gefängnisleitung dementierte alle Vorwürfe. Dennoch berichteten Menschen immer wieder, dass das Burwash Gefängnis für menschenverachtende Experimente genutzt wurde. Wiederholt fanden Wandernde eigenartige Leichen oder Knochenreste in den Wäldern nahe der Einrichtung. Bis heute ist allerdings unklar, was genau dort getrieben wurde.

Im März 2017 wurde der alte Gefängnisblock des Burwash Correctional Centres übrigens nach mehr als 15 Jahren wieder eröffnet, um dort ein Forschungslabor für das ECCC (Environment And Climate Change Canada, das kanadische Umweltministerium) einzurichten – es gibt allerdings mehrere Hinweise, dass die wissenschaftlichen Arbeiten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wieder aufgenommen wurden.